
territory: | world | contact: | | line-up: | Biff Byford, Doug Scarratt, Nigel Glockler, Paul Quinn, Nibbs Carter | homepage: | | | |
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Was wären Rockstars ohne ihre kleinen Geheimnisse? Die sagenumwobene Historie einer Band, die Magie ihrer Musik und der Tiefgang ihrer Texte, all das gehört zur Faszination dazu, die von einer erfolgreichen Formation wie Saxon ausgeht. Natürlich behält die britische Gruppe die ganz privaten Momente ihres Lebens für sich, gewährt aber mit ihrem aktuellen Album The Inner Sanctum einen ehrlichen Einblick in die eher ungewöhnlichen Arbeiten an den neuen Songs. „Das zurückliegende Jahr war sicherlich eines der ereignisreichsten in unserer Karriere, deswegen wussten wir, dass es gut sein würde, schon sehr frühzeitig Ideen zu sammeln und die Songs zu schreiben“, erklärt Sänger Biff Byford. „Wir haben im vergangenen Sommer die Wochentage zwischen den Festivalwochenenden dazu genutzt, um konzentriert am Album zu arbeiten. Wir mieteten Proberäume in Deutschland, Spanien und England und zogen uns innerhalb der Woche jeweils für drei Tage dorthin zurück, um dann am nächsten Wochenende wieder zum anstehenden Festival zu fahren. So etwas haben wir noch nie zuvor gemacht, aber wie man sieht hat es funktioniert.“
Zu Recht ist Byford mit dem Ergebnis vollauf zufrieden. „The Inner Sanctum ist ein typisches Saxon-Werk geworden, das mit echtem Heavy Metal startet, dann einige Rock´n`Roll-Nummern bietet und am Ende wieder zum Metal zurückkehrt“, umreißt er das neue Mach(t)werk, auf dem mit den Uptempo-Stücken ´Atila The Hun` und ´Let Me Feel Your Power` – für das übrigens das Motto „nomen est omen“ ohne Einschränkung gilt –, der hymnischen Midtempo-Nummer ´Red Star Falling` und die an glorreiche ´Strong Arm Of The Law`-Tage erinnernden Groove-Rocker ´I`ve Got To Rock (To Stay Alive)` und ´Going Nowhere Fast` die gesamte Bandbreite eines typischen Saxon-Meisterwerks zu finden ist. Seit dem 26. Januar 2007 steht zudem die Single ´If I Was You` als Download zur Verfügung. Byford sieht The Inner Sanctum schon jetzt in einer Reihe mit den großen Klassiker der Band: „Ich würde sagen, dass die Scheibe im Stil von Metalhead und Lionheart und einem Schuss Solid Ball Of Rock ist, einige Stücke tendieren in Richtung Achtziger Jahre, gleichzeitig ist das Album aber sehr modern produziert.“
Verantwortlich für den druckvollen Sound ist Charlie Bauerfeind, der mit handwerklichem Können und sicherem Einfühlungsvermögen die typischen Saxon-Bestandteile eines Songs herausgefiltert und in eine zeitgemäße Produktion einfließen lassen hat. Wer Saxon bereits aus den Achtzigern kennt und mitverfolgen konnte, wie erstaunlich sich die Band weiterentwickelt hat, ohne dabei ihre unverkennbaren Trademarks zu vernachlässigen, kann von The Inner Sanctum nur begeistert sein. „Wir haben uns vor allem an unserem Live-Sound orientiert, zudem klingt die Produktion wie eine Mischung aus Lionheart und Metalhead, nur ein wenig aktueller.“ Der Albumtitel geht dabei auf eine gleichnamige Fernsehshow zurück, bei der Zuschauer vor laufenden Kameras ihre privaten Räumlichkeiten öffnen. Das würden Saxon sicherlich niemals tun, dennoch gehört The Inner Sanctum ohne Frage zu den authentischsten und offensten Veröffentlichungen in der gesamten Karriere dieser großartigen Band.
HISTORY
Bereits Saxons Debüt im Jahre 1979 deutete an, welch roher Diamant sich da auf den Weg machte. Das Zweitwerk Wheels Of Steel entwickelte sich zum Megaseller, fortan tourten Saxon in der ganzen Welt. Der Nachfolger Strong Arm Of The Law und speziell das mit Doppelplatin ausgezeichnete Denim And Leather (1981) manifestierten noch weiter Saxon grandiosen Ruf. Es folgten Touren in Amerika, ein Auftritt beim ´Monsters Of Rock`-Festival in Donnington sowie das Live-Album The Eagle Has Landed (1982), das der ´Melody Maker` als „eines der besten Live-Platten der Dekade“ lobte. Mit Power And Glory (1983) erschien ein weiterer Klassiker, der besonders in Amerika für Aufsehen sorgte. Mit dem gen US-Radiocharts tendierenden Crusader (1984) wurden vereinzelt Stimmen laut, die Saxons Hinwendung ins Mainstream-Fahrwasser kritisierten. Insbesondere an Innocence Is No Excuse schieden sich die Geister. „Unser Def Leppard-Album“, charakterisierte Biff später einmal das außerordentlich melodische Machwerk. Auch Rock The Nation und Destiny stießen auf lediglich verhaltene Zustimmung. „Die Plattenfirma und unser Management versuchten uns noch stärker für den amerikanischen Markt zu trimmen“, erklärt Biff den Saxon-Sound jener Tage. Nach einer zweijährigen Pause meldete sich die Band im Jahre 1990 dann mit neuem Plattenvertrag und dem glänzenden Comeback Solid Ball Of Rock eindrucksvoll zurück. Die beiden folgenden Werke Forever Free und Dogs Of War sowie die dazugehörigen Tourneen hielten die Band weiterhin auf Trab, ihre exzellente Bühnen-Reputation konnten Saxon weiter ausbauen. Mit dem ´96er Live-Album The Eagle Has Landed II, dem ein Jahr später folgenden Unleash The Beast sowie Metalhead bereiteten sich Saxon erfolgreich auf die bevorstehende Jahrtausendwende vor und legten anschließend mit Killing Ground, dem Best Of-Album Heavy Metal Thunder sowie der ersten DVD The Saxon Chronicles kräftig nach. Nach dem 2004er Werk Lionheart ging die Band auf eine der längsten und erfolgreichsten Tourneen ihrer Karriere, eine Tatsache, die sich auch auf ihre aktuelle Scheibe The Inner Sanctum niederschlägt: So vital und spielfreudig sind Saxon nicht allzu häufig zuwerke gegangen.
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